Sexualtherapie

Sexualtherapie behandelt unter anderem Themen, die aus unserer „modernen schnellen Zeit“ resultieren und sich im Sexualleben widerspiegeln. Sie greift ferner „neue Beziehungsformen“ samt ihren Problematiken auf

 

Bei folgenden Thematiken kann ich Sie unterstützen:

  • Sexuelle Gewalt & sexuelle Traumatisierungen
  • Pornographiesucht
  • Sexuelle Idendität und Reifungsstörung
  • Sexuelle Dysfunktionsstörungen
  • Schwangerschaft
  • Sexualpräferenzen, sexuelle Paraphilien
  • (Internet)Sexsucht

 

Ebenso werden Themen wie Transidentität, spezielle Präferenzen im Sexualleben behandelt. Weiters die Behandlung von Sexualstraftätern und Opfer sexueller Gewalt.



Wie verläuft eine Sexualtherapie?

Sexualtherapie ist eine Spezialform von Psychotherapie.

Sexualtherapie kann im Einzel- oder im Paarsetting stattfinden. Manchmal genügen ein bis fünf Sexualberatungen um sexuelle Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen oder einfach ein paar Unklarheiten bezüglich Sexualität zu klären. Sind die Probleme jedoch tiefgreifender, d.h. sie bestehen schon länger und bisherige Lösungsversuche blieben erfolglos, empfiehlt sich eine Sexualtherapie.

Obwohl wir in einer höchst sexualisierten Gesellschaft leben, ist es dennoch sehr schwierig über das sehr private und meist schamhaft besetzte Lebensthema Sexualität zu sprechen. In einer vertrauensvollen respektvollen Atmosphäre werden Sie durch meine therapeutische Unterstützung den Raum haben, Ihre Problematiken zu schildern und zu bearbeiten.

Im Rahmen der Sexualtherapie können auch Übungen durchgeführt werden. Diese Übungen finden nicht in der psychotherapeutischen Praxis statt, sondern werden von Ihnen zuhause durchgeführt. Die Sexualtherapie bedient sich ausschließlich verbaler Methoden und schließt jeglichen körperlichen Kontakt aus.

 

Wo findet die Sexualtherapie statt?

Die Sexualtherapie kann in meiner Praxis in Wien 1070, St. Pölten oder in Kapelln stattfinden.

Einflüsse, die das sexuelle Empfinden behindern können

Verschiedenste Einflüsse können das sexuelle Empfinden, die Lust, nachhaltig stören. Die Liste dieser möglichen Störenfriede ist lang:

  • Einflüsse von außen
  • Gefühle und Gefühlszustände
  • sexuelle Hemmungen und Ängste
  • Beziehungskonflikte und Stress
  • Langeweile

Oder aber auch

  • körperliche Probleme
  • Medikamente
  • Angst vor Misserfolg
  • Konflikte in der Beziehung
  • Gewalterfahrung und sexueller Missbrauch
  • negative Gedanken über Sexualität, über die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen etc.

Minderwertigkeitsgefühle, Versagensängste etc. können die Sexualität beeinflussen. Maladaptive Schemata (z.B. „Ich bin inkompetent“) generieren sich aus Erinnerungen, Emotionen, Körperempfindungen und Kognitionen. Diese Muster entwickeln sich hauptsächlich in der Kindheit und Jugend und hindern die erwachsene Person an der Erfüllung ihre Grundbedürfnisse, in diesem Fall der sexuellen Befriedigung.

Durch die sexuelle Liberalität herrscht im Vergleich zu den 50er-Jahren Offenheit, die aber wiederum zu einem Leistungsdruck führen kann – für beiderlei Geschlechter. Mithalten, sexuell zu genügen und funktionieren sind die Postulate an den guten Liebhaber und die gute Liebhaberin in den Medien. Ein weiterer Aspekt, der Sexualität einschränken kann, bildet die Körperlichkeit. Ein schlechtes Körperbild kann die sexuelle Funktion maßgeblich beeinträchtigen.

Im Rahmen der Behandlung ist allenfalls eine differenzialdiagnostische Abklärung wichtig. Manchmal kann die Symptomatik durch einen medizinischen Krankheitsfaktor (z.b. Diabetes) oder eine psychische Erkrankung (zb Depression) erklärt werden.

 

Sexualtherapie für Paare

Sollten Sie in einen der folgenden Bereiche Probleme bemerken, wäre auf jeden Fall eine Sexualtherapie für Sie als Paar wichtig:

 

  • einer der Partner verspürt keine Lust oder hat nicht das Bedürfnis intim zu werden, es kann auch starker ekel oder Widerwille auftreten
  • Körperliche Reaktionen können ausbleiben: das Feuchtwerden der Scheide (Lubrikation) oder das Steifwerden der Penis. Es kann aber trotzdem sexuelle Lust verspürt werden. Ebenso ist dies umgekehrt möglich: der Körper reagiert aber das lustvolle Gefühl bleibt aus.
  • Es kann zu Schmerzen bei der sexuellen Vereinigung kommen. Manchmal ist das Einführen des Penis unmöglich (Vaginismus). Auch kann es sein, dass gerade beim einführen die Steife des Penis nachlässt.
  • Möglicherweise treten Schmerzen während des Koitus auf oder Lust und Erregung lassen nach.
  • Vielleicht kann einer der Partner nicht zu einem befriedigenden Orgasmus kommen. Beim Mann kann es zu verfrühtem oder verzögerten Orgasmus kommen. Oder es kommt gar nicht zu Orgasmus oder Ejakulation. Gleichermaßen kann es sehr lange dauern bis überhaupt ein Orgasmus auftritt. Es kann auch sein, dass eine körperliche Reaktion eintritt, aber das lustvolle Gefühl dabei ausbleibt. Ebenso kann die körperliche Reaktion beim Orgasmus schmerzvoll sein.
  • Nach dem Orgasmus kann es zu Verstimmungen kommen, unangenehmen Körperreaktionen, Schlafstörungen etc

Wie verläuft eine Paartherapie?

In der Paartherapie werden beide Partner als gleichwertig und wertfrei behandelt. Es werden alle Paare ungeachtet ihrer sexuellen Ausrichtung behandelt. Einen hohen Stellenwert in der Paartherapie nimmt die Sexualität im alter ein. Eine gute Sexualität ist bis ins Alter möglich. Im Rahmen einer Sexualtherapie soll die Erfüllung elementarer Grundbedürfnisse wie Nähe, Akzeptanz, Wärme und Geborgenheit über eine erfüllte genitale/koitale Sexualität wieder ermöglicht werden. Sexualität soll als besonders intime und lustvolle Möglichkeit erlebt werden. Bedürfnisse nach Nähe, Annahme und Wertschätzung körperlich sinnlich zu stillen.

Auch wenn sexuelle Störungen als leidvoll erlebt werden, machen sie doch oft Sinn, erfüllen eine Funktion, können bestenfalls zu kreativen Lösungen führen, eine Partnerschaft möglicherweise stabilisieren. Manchmal sind sie die Lösung, nicht das Problem.

Ich biete auch Psychotherapie für Opfer sexueller Gewalt. Hierbei geht es um den Umgang mit den Folgen traumatisierender Erfahrungen, sexuellem Kindesmissbrauch, Vergewaltigung sowie vielen anderen Formen sexueller Ausbeutung, wie zum Beispiel das Zulassen von Grenzüberschreitungen, autoaggressives Verhalten, Sprachlosigkeit, Ohnmachtempfinden uvm.

  • Unsicherheiten und Fragen bzgl Sexualpräferenz und Sexualpraktiken
  • Unklarheit der Geschlechtsidentität
  • Sexualprobleme wie Hemmungen, Emfindungslosigkeit, Versagensängste, Ekel vor Sexualität, Orgasmusprobleme